Fantasy

[Neuzugänge] Der Nachtzirkus & Vom anderen Ende der Welt

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Geburtstage sind immer eine großartige Gelegenheit, sich mit Büchern beschenken zu lassen, die man sich sonst auch sicherlich selbst gekauft hätte, aber ein bisschen Geld sparen möchte. 😉 So war es bei mir auch dieses Jahr wieder, und so startete ich gestern in mein 24. Lebensjahr (ohje!) mit zwei neuen Büchern, die schon ein paar Wochen auf meinem Wunschzettel standen.

516IIJgpuhL Inhalt: „Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorhergesehen  war: sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.“

Amhranai meint: In der Welt der Fantasie habe ich mich durch das erneute Lesen von Harry Potter in letzter Zeit öfter bewegt, doch mit dem Nachtzirkus schlage ich ein ganz neues Kapitel auf. Die Welt von Celia und Marco geht über das hinaus, was ich bisher erlebt habe, und gleichzeitig klingt sie mir so nah, dass ich nicht umhin komme, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen. Die ersten Seiten habe ich heute schon verschlungen und bin ein wenig hin- und hergerissen. Die Charaktere werden auf eine spezielle Art und Weise beschrieben, die dicht an den Figuren ist, aber gleichzeitig auch unendlich weit weg scheint. Die Autorin schreibt im Präsens, was der erlebten Geschichte ebenfalls eine besondere Note verleiht. Momentan bin ich von dem Vater Celias nicht angetan, im Gegenteil: er widert mich fast schon an, mit seinem enormen Siegesdrang. Was dahinter steckt, werde ich wohl erst später erfahren, und bis dahin noch viel erleben in dieser Welt, in der alles möglich ist.

71u-yvu2dwL._SL1240_Inhalt: Madeiras Lorbeerwald, Feuerlands Felsenküste, Tahitis Blütenpracht. Im späten 18. Jahrhundert hofft die junge Mary Linley in Plymouth darauf, als Botanikerin ferne Länder zu erkunden. Sie muss einen hohen Preis zahlen, um ihren Lebenstraum zu verwirklichen und an Bord der Sailing Queen auf Expeditionsreise in den Pazifik aufzubrechen. Doch ihr Weltbild gerät ins Wanken, als sie ihre Liebe zu dem Botaniker Sir Carl Belham entdeckt…

Amhranai meint: Neben Fantasybüchern habe ich mich außerdem in letzter Zeit viel mit historischen Romanen beschäftigt, die meisten von der großartigen Lucinda Riley. Vom anderen Ende der Welt geht nun in eine andere Richtung und spielt vollständig vor etwas mehr als 200 Jahren. Der Welt der Botanik konnte ich persönlich nie besonders viel abgewinnen (und glaubt mir, wenn ich sage, dass diese mich auch nicht wirklich mag 😉 ), aber ich kann mir vorstellen, wie eine Frau zu dieser Zeit ihre Liebe zu Pflanzen und der Natur entdeckt und ausleben möchte. Dass sie sich auf einer aufregenden und vielleicht auch gefährlichen Reise verliebt, überrascht mich in dem Zusammenhang noch nicht, doch bin ich gespannt, wie die Geschichte umgesetzt wird, und unter welchen Umständen die beiden ihre Gefühle füreinander entdecken. Rezensionen habe ich zu dem Buch noch nicht gelesen, insofern bin ich ganz unvoreingenommen, und auch gespannt.

[Re-Read] J.K. Rowling – Harry Potter und der Stein der Weisen

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Harry Potter 01Inhalt: „Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sei ein ganz normaler Junge. Zumindest bis zu seinem elften Geburtstag. Da erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll. Und warum? Weil Harry ein Zauberer ist. Und so wird für Harry das erste Jahr in der Schule das spannendste, aufregendste und lustigste in seinem Leben. Er stürzt von einem Abenteuer in die nächste ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.“ (Rowling, J.K.: Harry Potter und der Stein der Weisen. Carlsen Verlag: 1998.)

Amhranai meint: Der Auftakt der Harry Potter Reihe war das zweite Buch, das ich im Rahmen der Lieblingsbücher Challenge der Bücherphilosophin gelesen habe. Die Entscheidung dazu fiel mir unwahrscheinlich leicht, da ich schon ewig ein Fan von Harry, Ron und Hermine bin.

Die Geschichte wurde zuerst publik, als ich noch ein relatives junges Kind war – mit sieben erfuhr ich zum ersten Mal von Harry und seinen Freunden, die sich in der Welt der Magie bewegten und dabei so viele aufregende Abenteuer erlebten, dass ich nur zu gerne dabei gewesen wäre. Dass der Hype so lange anhalten würde, hätte zu diesem Zeitpunkt wohl kaum jemand gedacht, doch als sich nachts die Kinder mit ihren mäßig begeisterten Kindern vor den Buchhandlungen aufreihten, um als erstes den Folgeband in der Hand zu halten, wurde schon langsam klar, was die liebe Frau Rowling da angerichtet hatte. Noch heute lieben die Kinder Harry, Ron, Hermine und alle anderen, die ihren Weg teilen – gerade vor ein paar Tagen durfte ich mich davon im Rahmen eines Leseprojektes an einer Grundschule davon überzeugen, als fast alle Kinder meines Kurses (Dritt- und Viertklässler) die HP-Bücher als ihre Lieblingsbücher betitelten. Aber genug der Faszination über die Auswirkungen, die die Bücher hatten – hier geht es um den ersten Teil.

Harry ist eigentlich ein ganz normaler Junge, ja. Wäre da nicht diese seltsame Narbe auf der Stirn und seine scheinbar völlig durchgeknallten Verwandten, bei denen er aufwachsen muss. Der Junge im Schrank unter der Treppe hat es nicht leicht, seine Identität zu entdecken und sich gegen seine dominanten Vormunde aufzulehnen. Von seinem tyrannischen Cousin ganz zu schweigen, der ihm das Leben jeden Tag wieder zur Hölle macht. Da kommt mit einem Mal der Brief, der sein ganzes Leben verändert – er darf auf die berühmte Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei gehen, denn Harry ist nicht wie andere. Er ist ein Zauberer. Das wünscht sich wohl jeder zu erfahren, doch während unsere Briefe wohl alle kollektiv auf dem Weg verloren gegangen sind, ist es für Harry bald Alltag, einen Zauberstab in die Hand zu nehmen und allerlei Abenteuer zu bestehen. Und so folgen wir Harry nach Hogwarts, wo er schnell neue Freunde findet, aber sich auch mit ersten Antipathien konfrontiert sieht.

Das Leben in der Welt der Magie bietet keineswegs nur Annehmlichkeiten, im Gegenteil: es ist auch verdammt gefährlich, denn der Bereich des Möglichen hört nicht an der Grenze zum Unvorstellbaren auf. Es gibt nichts Unvorstellbares, es gibt nichts, was es nicht geben kann .Und auch wenn man mit Zauberei vielerlei Möglichkeiten hat, sich zu wehren, so kann auch die Gegenseite zaubern, wie in einem späteren Band der Zaubereiminister, Cornelius Fudge, noch traurig bemerken wird. Harry muss also sein Bestes geben, um zu überleben, und mit der Hilfe seiner treuen Freunde schafft er es tatsächlich, den gefürchteten Zauberer, dessen Name nicht genannt werden darf, in seine Schranken zu weisen und vorerst zu besiegen. Dieser Sieg ist wohl nichts im Vergleich zu der enormen Entwicklung, die Harry mit nur 11 Jahren durchläuft – beladen mit so viel Verantwortung wird er schon früh zum jungen Erwachsenen und ist wohl kaum vergleichbar mit regulären Elfjährigen.

Mit nur etwas mehr als 300 Seiten ist der erste Teil von Harry Potter absolut leichte Lektüre, da kommt später ja bekanntermaßen deutlich mehr auf den Leser zu. Als Einführung in die zauberhafte Welt der Magie reichen sie jedoch vollkommen aus, und so verlässt man Hogwarts nach dem ersten Schuljahr mit der Lust auf mehr, und dem Drang, doch noch einmal im Briefkasten nachzuschauen, ob der eigene Brief nun vielleicht eingetrudelt ist. Eine Eule kann sich immer mal verfliegen. Passiert uns doch auch andauernd (mir im Speziellen). 🙂

[Lesemarathon] Tag 3

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Und schon ist der dritte Tag angebrochen, ich fass es nicht. Kinder, wie die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat…… 🙂 Was meine Leseliste angeht, bin ich seit gestern Abend nicht mehr weitergekommen, da ich mich dann ins Bettchen verkrümelt habe. Deshalb sieht mein Leseplan momentan wie folgt aus:

  1. Sylvia Day: Crossfire. Versuchung: Band 1. 305/417 Seiten. – Kindle: 73% gelesen. 417/417 Seiten gelesen.
  2. Nicholas Sparks: The Last Song. 0/401 Seiten. – Kindle: 0% gelesen.
  3. Laurie Frankel: Goodbye For Now. 200/291 Seiten. – Kindle: 68% gelesen. 291/291 Seiten gelesen.
  4. (Terry Pratchett: The Light Fantastic. ca. 103/285 Seiten. – Kindle: 35% gelesen. 111/285 Seiten gelesen)
  5. Mary Higgins Clark: Weil deine Augen ihn nicht sehen. 0/389 Seiten.

Außerdem bin ich zu einer Entscheidung gekommen. Ich werde den Pratchett aus meiner Liste hinauswerfen, weil ich damit einfach nicht mehr klarkomme. Durch jede Seite muss ich mich quälen, weiß ohnehin längst nicht mehr, worum es eigentlich geht, und komme logischerweise auch nicht voran. So macht Lesen mir aber keinen Spaß, deshalb habe ich es jetzt aufgegeben. Stattdessen habe ich mir einen anderen Pratchett genommen, auf Deutsch, der gerade gestern in meinem Briefkasten gelandet war. Er wird nun meine Liste ergänzen 🙂 Daraus ergibt sich also an Leseaufgaben bis Sonntag:

  1. Nicholas Sparks: The Last Song. 0/401 Seiten. – Kindle: 0% gelesen.
  2. Mary Higgins Clark: Weil deine Augen ihn nicht sehen. 0/389 Seiten.
  3. Terry Pratchett: MacBest. 0/352 Seiten.

Drei Bücher ist nicht viel, rund 1100 Seiten aber schon! Nichtsdestotrotz behalte ich mir vor, noch weitere Bücher zu ergänzen, wenn mir im Lauf der Tage danach ist. Man ist ja flexibel. 😉

So, jetzt werde ich mich erstmal an Mr. Sparks ranwerfen. Noch schnell ein Käffchen machen und los gehts. Frohes Lesen euch allen!

31 Tage 31 Bücher – Tag 1

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Und hier ist er auch schon, der erste Tag der Aktion. Ich komme mal ohne viel Drumherumgerede gleich zur Sache – das Thema lautet

1. Das Buch, das du zur Zeit liest

Momentan lese ich „Der Club der unsichtbaren Gelehrten“ von Terry Pratchett. Der Fantasyroman entstammt Pratchetts berühmter Scheibenweltserie und beschäftigt sich mit den Mitgliedern der unsichtbaren Universität, die beim Durchforsten alter Traditionen auf einen schrecklichen Fakt stoßen – um weiterhin einen bestimmten Fond einer ihrer Ahnen ausgezahlt zu bekommen, müssen sie regelmäßig an einem Fußballspiel teilnehmen und dafür dementsprechend natürlich auch eine Mannschaft stellen. Der Sieg ist keine Voraussetzung, hauptsache, sie nehmen teil. Keiner der Zauberer ist begeistert, da sie an alte Fußballspiele ganz böse Erinnerungen haben, die unter Anderem an schwere körperliche Verletzungen anlehnen. Doch es hilft ja alles nichts, sie brauchen das Geld, wenn sie sich nicht mit 3 Mahlzeiten pro Tag zufrieden geben wollen (was völlig inakzeptabel ist, 9 sind das Maß der Dinge!) und auch weiterhin mehr als drei Käsesorten zur Auswahl wünschen. Murrend und fluchend werden die nötigen Vorbereitungen getroffen.

Ich bin leider noch nicht sehr weit in dem Buch gekommen,so dass ich den Inhalt überwiegend vom Rücken des Buches und der ersten 30 Seiten zusammenkratzen musste. Dennoch bin ich schon sehr gespannt, wie es weitergeht und ob die Zauberer der unsichtbaren Universität womöglich noch ein Fußballspiel gewinnen! Brauchte ich am Anfang noch wieder eine gewisse Zeit, um mich in Pratchetts Schreibstil hineinzuversetzen, bin ich jetzt wieder mitten in der Geschichte und kann mich auch wieder des tollen Humors erfreuen. Pratchett schafft es in seinen Büchern immer wieder, die Gegenwart (oder auch historische Ereignisse) zu parodieren und auf amüsante Art und Weise zu verzerren, so dass selten ein Auge trocken bleibt. Seine Charaktere sind mit so viel Liebe zum Detail geschaffen und insbesondere der tollpatschige Zauberer Rincewind hat sich längst den Weg in mein Herz gebahnt. Für jeden, der noch nie ein Buch von der Scheibenwelt gelesen hat, darf dieser Post gerne eine Aufforderung oder zumindest einen Anstoß darstellen, der Scheibenwelt eine Chance zu geben. Es lohnt sich absolut, in die Welt einzutauchen!

J.R.R.Tolkien – Der kleine Hobbit

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Inhalt: Bilbo Beutlin ist ein Hobbit, der das Leben eher gemütlich angehen lässt. Ein zweites Frühstück am Morgen, ein ausgedehnter Kaffeeklatsch am Nachmittag und vielleicht auch ein nächtlicher Snack sind Dinge, die sein Leben in geregelten Bahnen laufen lassen. Bis zu dem Tag, an dem er Gandalf begegnet, der mit dreizehn Zwergen in sein gemütliches Haus einkehrt und ihn entgegen seinem Willen in das größte Abenteuer seines Lebens hineinzieht. Alle gemeinsam machen sie sich auf, einen vor langer Zeit geraubten Schatz zurückzuerobern, und wie man sich vielleicht denken mag, ist der Weg dorthin alles Andere als ein gemütlicher Sonntagsspaziergang. Gandalf, Bilbo und die Zwerge stoßen auf der Suche mehr als einmal an ihre Grenzen und entgehen nur knapp dem Tod. Kann ein vermeintlicher Meisterdieb (wie Gandalf ihn den Zwergen vorstellt) es mit einer Hand voll missmutiger Zwerge schaffen, dieses Abenteuer zu bestehen?

Amhranai meint: Wer den Herrn der Ringe gelesen hat, kennt auch Bilbo Beutlin, den alten Hobbit, der in Auenland friedlich vor sich hinlebt, scheinbar ohne zu altern. Im kleinen Hobbit, der der Geschichte von Frodo und seinen Gefährten vorausgeht, lernt man eine ganz neue Seite von Bilbo kennen – er ist verhältnismäßig jung und scheut vor allem zurück, was sich da Abenteuer schimpft. Auf eine gefährliche Mission wie diese zu gehen, dazu noch mit lauter Gestalten, die er nicht kennt, behagt ihm gar nicht und doch hat er keine Wahl,als sich ihnen anzuschließen. Im Laufe des Buches wächst er mehr als einmal weit über seine eher geringe Körpergröße hinaus und beweist, dass Gandalf ihn völlig zurecht mit dieser Aufgabe betraut hat.

Die Geschichte von Bilbo ist angenehm zu lesen, zumal es sich hier ja auch ursprünglich um ein Kinderbuch handelte und die Sprache dementsprechend angepasst ist. Die Abenteuer, die der Hobbit, der Zauberer und die dreizehn Zwerge bestehen müssen, gehen über das normale Vorstellungsvermögen und die Realität weit hinaus – aber Tolkien ist ja auch nicht für seine Geschichten mitten aus dem Leben bekannt geworden. Was mich extrem gestört hat, sind die Grafiken im Buch (deshalb habe ich auch bewusst eine Abbildung meines Buches als Bild eingestellt, damit klar wird, welche Version ich meine), da diese in keinster Weise dem entsprechen, was ich mir, ausgehend von den drei HdR-Filmen, vorgestellt habe. Wer die Filme nicht gesehen hat und nicht weiß,wie ein Hobbit aussehen kann, der mag mit dieser Version gut bedient sein, da die Bilder die Geschichte ein wenig auflockern und zusätzlich zu den einzelnen Kapiteln für Struktur sorgen. Mich haben die Bilder zum Einen im Lesefluss gestört, zum Anderen waren sie aber auch derart stark entgegen dem, was ich im Kopf hatte, dass sie grundsätzlich Frustration bewirkten. Selbstverständlich waren die Filme noch nicht gedreht worden, als dieses Buch veröffentlicht wurde, dennoch hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt doch eine andere Version gewünscht.