Monat: Juli 2014

Montagsstarter #13

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1. Und schon wieder ist Montag.

2. Ich ärgere mich immer wieder über meine kurzen Konzentrationsspannen.

3. Abends kann ich momentan immer nur schwer abschalten und zur Ruhe kommen.

4. Über das Wetter hier kann sich wohl keiner beschweren.

5. Schon ewig habe ich nicht mehr so viel Zeit in der Bibliothek verbracht wie ich es jetzt tue.

6. Ein gewisses Maß an Routine im Alltag ist wichtig.

7. Denkt an genügend Flüssigkeitsaufnahme, um Dehydrierung vorzubeugen.

8. Diese Woche steht viel Zeit in der Bibliothek an, ich freue mich auf entspannte Abende auf meiner Terrasse und darauf, viele Punkte auf meiner To Do Liste abzuarbeiten und außerdem meinen SuB endlich zu verringern.

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Freitagsfüller #9

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1. Es sind Ferien und  das bedeutet für mich: keinerlei Einnahmen. Das ist das Doofe daran, an Schulen zu arbeiten und stundenweise bezahlt zu werden.

2. Wie gerne spränge ich jetzt ins kühle Wasser.

3.  Das letzte, was ich online bestellt habe, war eine CD.

4.  Neulich habe ich online ganz viele tolle Bücher  beim Einkaufen entdeckt.

5.   Wenn es richtig heiß ist, kann ich nicht vernünftig arbeiten, auch wenn ich das eigentlich müsste .

6.  Hoffentlich werde ich mit meinen Unisachen fertig im August.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Eröffnung des Duckstein-Festivals mit Regy Clasen , morgen habe ich Uniarbeit geplant und Sonntag möchte ich faul zuhause rumhängen, oder mich mit Freunden treffen!

Judith Schalansky – Der Hals der Giraffe

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schalanskyInhalt: Die Lehrerin Inge Lohmark arbeitet seit vielen Jahren an einer kleinen Schule im „vorpommerschen Hinterland“, welches nicht näher definiert wird. In ihren naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern kennt sie sich gut aus; bei menschlichen Beziehungen dagegen versagt sie. Durch ihre kühle und distanzierte Art hat sie ihre eigene Tochter verloren, die ihr Glück lieber am anderen Ende der Welt und ohne ihre Mutter sucht, auch verweigert sie sich jedweder Freundschaft mit einem der Kollegen. Dass die Schule bald geschlossen wird und ihre neunte Klasse die letzten Abiturienten überhaupt stellen wird, bedrückt sie, da sie nicht weiß, wie es danach mit ihr weitergehen soll. „Die Naturwissenschaft taugt nicht zum Hobby.“ sagt sie und spricht damit an, dass dieser Beruf ihr Leben, ihre Bestimmung ist. Als sie sich wider Erwarten in eine ihrer Schülerinnen verliebt, und von ihren eigenen Gefühlen zerrissen den Schulalltag weiter bestreiten muss, zeigt sich eine neue Seite an ihr, gleichzeitig öffnet sie damit aber auch die Tür zu ihrer einsamen Seele, die sie bisher so gut hinter der Naturwissenschaft verstecken konnte.

 

Amhranai meint: Ich habe dieses Buch vor ein paar Jahren von Freunden der Familie zu Weihnachten geschenkt bekommen, mit dem Zusatz, dass ich doch Lehrerin werde und diesen Bildungsroman, wie er betitelt wird, damit sicherlich interessant finden würde. Auf eine nicht eindeutig zu betitelnde Art von dem Cover und dem ungewöhnlichen Titel angezogen, begann ich zu lesen.

Die Kälte von Inge Lohmark erschreckt, rüttelt auf. Sie ist Lehrerin mit Leib und Seele, aber nicht der Schüler wegen, sondern wegen der Unterrichtsinhalte. Das spiegelt sich nicht nur in dem Aufbau des Buches wider, welcher auf ihren Charakter abgestimmt wurde, sondern auch in jedem Gedanken, den sie äußert. In jeder Handlung, die sie noch weiter wegträgt von den anderen Menschen um sie herum, von ihren Kollegen (die teilweise als überspitzte Lehrerklischees gestaltet sind) und auch von ihren Schülern als Individuen, die ihre Aufmerksamkeit haben wollen. Der Unterricht leidet nicht im Geringsten, darauf weist sie stolz hin, sie ist gut in dem, was sie tut. Als Lehrerin, als Respektsperson, die ihren Abstand wahrt.

Der Abstand bleibt, bis sie unerklärliche Gefühle für eine ihrer Neuntklässlerinnen, Erika, entwickelt, mit denen sie zunächst nichts anfangen kann. Es entwickelt sich keine Beziehung zwischen den beiden, die nicht nur durch viele Lebensjahre, sondern auch durch ein Lehrer-Schüler-Verhältnis und alle damit verbundenen Konsequenzen voneinander getrennt sind, aber die Emotionen erschüttern Inge Lohmarks Welt bis ins Mark. Bei Erika wirft sie viele ihrer moralischen Grundsätze über Bord, nimmt sie sogar im Auto mit. Was die Lehrerin dazu treibt, bleibt unklar. Ob die Einsamkeit sie einfach überwältigt, ob sie in Erika sich selber wiedererkennt, wie sie einmal war – eine Erklärung findet sich nicht. Ganz im Gegensatz zu den Naturwissenschaften, die sich in den meisten Fällen erklären lassen. Der Mensch ist ein zu komplexes Wesen, als dass man ihn logisch erklären könnte.

Was ich mich bis heute frage, ist, warum dieses Buch als Bildungsroman bezeichnet wird. Der Roman grenzt sich teilweise von den Kriterien ab, die diese Art von Romanen ausmachen: Inge Lohmark ist keine junge Frau, sondern bereits in fortgeschrittenem Alter. Die emotionale Entwicklung, die sie durchlebt, ist nur in Ansätzen erkennbar, da das Buch endet, sobald tatsächlich etwas passiert. Den größten Teil ihrer eigenen Geschichte verharrt Inge Lohmark in einem Zustand, anstatt sich fortzubewegen. Sicherlich spielt die Bildung für die Protagonistin eine große Rolle, da sie als Lehrerin arbeitet und ganz in der Naturwissenschaft aufgeht. Aber die literarische Einordnung ergibt sich für mich nicht zwangsläufig. Ich nehme gerne Anregungen und Diskussionsansätze diesbezüglich entgegen!

[Song of the Week] Yvonne Catterfeld – Pendel

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Wer den Namen „Yvonne Catterfeld“ hört, denkt mit hoher Wahrscheinlichkeit an die 2003 erschienene Ballade „Für Dich“, die damals im Radio auf- und abgespielt wurde…. und auf… und ab… Über 10 Jahre später ist sie immer noch im Musikbusiness, hat ihren Stil aber leicht verändert. Ihre Stimme ist tiefer und rauer, erinnert in Ansätzen an eine weibliche Ausgabe des Hamburger Musikers Stefan Gwildis.

Pendel ist mir – wie schon viele Lieder – zuerst in einem Coffeeshop begegnet. Ich wälzte lustlos meine Bücher und nutzte jede Gelegenheit, um mich von den trockenen wissenschaftlichen Artikeln abzulenken. Zunächst erkannte ich die Interpretin nicht, sondern lauschte nur dem Lied an sich, mitgerissen von der Melodie und der angenehmen Stimme. Als ich zuhause nach Bruchstücken der Lyrics suchte (ich bin sicher nicht die Einzige, die so verfährt, oder? 😉 ), stieß ich auf Yvonne Catterfeld und war überrascht. Überrascht, dass dieses Lied so wenig gemeinsam zu haben schien mit ihren früheren. Überrascht, dass sie so viel reifer klang als zuvor.

Zu der angenehmen Gesangsstimme und der eingehenden Melodie kommt die instrumentale Begleitung, die für mich seit geraumer Zeit bei jedem Lied stark in den Vordergrund rückt. Es stellt sich für mich immer wieder die Frage, ob ich diese verschiedenen Melodien sinnvoll und halbwegs simpel in eine Klavierbegleitung umwandeln kann, ob ein Lied dadurch noch seinen Charme behält oder etwas verliert. Der Hintergrund dafür ist, dass ich kontinuierlich auf der Suche nach neuen Liedern bin, die ich interpretieren kann. Seit meinem (sicher nicht perfekten) Solo-Auftritt Ende April bin ich auf den Geschmack gekommen, probiere mal hier und mal da und habe auch schon einige Ideen gesammelt. Dieses Lied hat es mit seiner Botschaft und seinen Ohrwurmqualitäten nach ganz vorne auf meine Wunschliste geschafft, und ich bin davon überzeugt, dass ihr schon bald etwas von mir in der Richtung zu erwarten habt.

Die Botschaft des Liedes ist sehr positiv und ermutigend, und ist damit perfekt für einen dieser Tage, an denen man einen emotionalen Tiefpunkt hat und alles in Frage stellt. Auf jedes Ab folgt ein Auf, auch wenn sich dieses manchmal verdammt viel Zeit lässt. Unser Herz schlägt immer weiter, und es schlägt in beide Richtungen aus (Chapeau für dieses galante Wortspiel, Frau Catterfeld 😉 ). Life is a Rollercoaster. Auf Regen folgt Sonnenschein. Es gibt viele Aussprüche und Liedtexte, die genau das bestärken, wovon hier gesungen wird. Vertrauen in die nächste positive Veränderung ist das, worauf es in solchen Momenten ankommt, in denen es mal wieder nicht weiterzugehen scheint. Man mag denken, dass ich einen Schluck zu viel vom „Das-Glas-ist-halb-voll“-Saft genommen habe, aber so ist es nun. Irgendwann kommt das Licht am Ende des Tunnels, und fast nie hat es sich als ein Güterzug erwiesen. Nicht aufgeben, immer weitergehen. Insbesondere den Menschen, die gerade an einem Tiefpunkt sind, möchte ich das mit auf den Weg geben. Anderen kann ich es nicht mehr sagen, weil es dafür schon zu spät ist, was ich tief bereue. Dies ist nicht der richtige Ort für einen Monolog zum Sinn des Lebens, sondern eine Aufmunterung, diesen immer wieder selbst zu finden. Lieder können dabei oft helfen.

Viel Freude mit Pendel.

 

Freitagsfüller #8

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1. Der Regen  bringt eine willkommene Abkühlung und darf gerne wieder hier vorbeischauen.

2.  In der Bibliothek stört mich jedes Geräusch.

3.  Mein Tipp für das WM-Endspiel ist, dass wir knapp gewinnen.

4.   Die meiste Zeit geht es mir mega gut.

5.   Ich trinke zurzeit gerne Mineralwasser, aber auch zu einem gekühlten (!) Feierabendbier sag ich nicht „Nein“ .

6.   Es gibt Dinge und Verhaltensmuster, die wird man nie verstehen, deshalb sollte man es aufgeben, ihnen nachzujagen .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine anstrengende Sportstunde, morgen habe ich entspanntes Arbeiten an meiner Hausarbeit in der Bib oder im Cafe geplant und Sonntag möchte ich das Wetter genießen !