Monat: April 2014

[Song Of The Week] Tina Dico – Count To Ten

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Sometimes the fastest way to get there is to go slow – and sometimes if you wanna hold on you got to let go

Tina Dico ist eine dänische Sängerin, von der ich zugegebenermaßen bis vor kurzem noch nie etwas gehört hatte. Ihr Lied „Count To Ten“ begegnete mir zuerst auf einer selbst eingespielten CD einer lieben Freundin, die ich zum Geburtstag bekam – und seitdem gehen mir die Lyrics nicht mehr aus dem Kopf. Empfand ich die Strophen zunächst noch als etwas sperrig, hatte mich der Refrain schnell in seinen Bann gezogen.

Mittlerweile habe ich mir mehr Zeit für das Lied nehmen können, und siehe da: ich mag es immer mehr. Voll von Widersprüchen und Zuständen, die ich selbst nur zu gut nachvollziehen kann, trägt mich die Melodie immer wieder fort in eine andere Welt. Eine Welt, in der ich kurz die Augen schließe, bis 10 zähle und dann, wenn ich sie wieder öffne, alles klarer sehen kann.

Da ich mehr von Tina Dico hören wollte, habe ich mich im Internet auf die Suche nach ihr begeben, und bin über diese fantastische Version ihres Liedes bei Inas Nacht (eine Sendung im NDR, moderiert von Ina Müller, einer großartigen Künstlerin) gestolpert. Ihre Stimme ist einzigartig, rau und gleichzeitig auch weich, leise und doch laut. Voller (positiver) Widersprüche, genau wie ihr Lied.

[Song of the Week] Destiny’s Child – Survivor

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Heute mal ein alter Song mit Aktualitätsbezug (zumindest für mich 😉 )- Survivor von Destiny’s Child. Ja, genau, das war das Trio um Beyoncé Knowles. Lang ist es her, dass sie das Radio mit ihren Stimmen bereichert haben, doch jetzt habe ich einen ihrer großen Hits mal wieder ausgegraben.

Dieser Song ist perfekt in jedem Moment, in dem man nachdenklich wird und nicht mehr von sich selber überzeugt ist.  Nach einem Streit, einer Auseinandersetzung, einem Auseinanderleben. Alles, was im Umgang mit anderen Personen geschieht, hat letztlich einen Sinn und stärkt außerdem die eigene Persönlichkeit; jede Begegnung ist wertvoll. (Und sei es als Test der eigenen Stärke)

Survivor ist nur eines von vielen Liedern, das diese Botschaft verbreitet, spontan fallen mir da noch eine Handvoll weiterer Beispiele ein. Momentan ist aber genau dieses auf meiner Playlist, weil es mich neben der Absage an das Gegenüber auch mit der puren Energie, die von dem Beat ausgeht, mitreißt. Wer auch immer dieses Stück Girlpower gebrauchen kann, möge es sich für seine Playlist mitnehmen. 🙂

P.S.: Warum eigentlich nicht „Destiny’s Children„?

Cecelia Ahern – 100 Namen

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EB_U1_978-3-10-402266-6Inhalt: „Eine geheimnisvolle Namensliste ist alles, was sie hat. Die Liste ist ein Vermächtnis. Und ihre einzige Chance … Die junge Journalistin Kitty Logan ist am Tiefpunkt: Durch einen schweren professionellen Fehler hat sie fast das Leben eines Menschen zerstört. Und damit auch ihren eigenen Ruf, ihre Karriere und den Glauben an sich selbst. Da bittet ihre Mentorin sie, einen Artikel für sie zu übernehmen. Und auf einmal steht Kitty da mit einem Abgabetermin und einer Liste mit hundert Namen. Hundert Menschen, über die niemand etwas weiß …“

Amhranai meint: 100 Namen ist ein weiterer wunderbarer Roman von Cecelia Ahern, die es immer wieder aufs Neue versteht, ihre Leserschaft zu verzaubern und jeden einzelnen auf eine Reise mitzunehmen, die deutliche Spuren in der Seele hinterlässt. Die Suche nach den 100 Namen, die auf Kittys Liste stehen, verändert sich schon recht früh von einer verzweifelten Recherchearbeit, um die eigene Glaubwürdigkeit wieder herzustellen -nicht zuletzt sich selbst gegenüber- zu einer praktisch endlosen Schatzsuche, wie sie anfangs nicht zu erwarten war.

Ohne zuviel vom Inhalt vorwegnehmen zu wollen (für diejenigen, deren Interesse an dem Buch durch diese Rezension geweckt wurde) : jede Geschichte, die aufgedeckt wird, ist einzigartig und es wert, erzählt zu werden. Somit ist das Buch eigentlich viel zu dünn, da unheimlich viel noch nicht gesagt werden kann, und sich erst in den Köpfen der Leser langsam zu einem großen Ganzen zusammenschließt. Cecelia Ahern lässt viel Platz für die Fantasie, und erlaubt dem Leser gleichzeitig auch, tief in die einzelnen Charaktere einzutauchen und mit ihnen für die Dauer des Lesens zu verschmelzen.

Kitty ist eine junge Frau, die in ihrem Beruf als Journalistin recht erfolgreich ist, bis ein schwerwiegender Fehler alles zu zerstören droht. Bei ihrem Versuch, wieder gutzumachen, was geschehen ist, begibt sie sich auf diese Suche, die nicht nur sie verändert, sondern auch meine Sicht auf mein eigenes Leben wandelt. Gleichzeitig weckt sie den Wunsch in mir, die losen Enden meiner Geschichte zusammenzunehmen und daraus etwas Neues zu schaffen. Mehr zu sein als bisher. Cecelia Ahern hat mich durch ihre Bücher schon auf viele Ideen gebracht, angefangen bei einem Geburtstagsgeschenk für eine damals gute Freundin in Form von täglichen Briefen, die ermutigen und Freude machen sollten (angelehnt an P.S., Ich liebe dich), über das Katalogisieren und Durchschauen alter erhaltener Briefe und darin erzählter Geschichten (Für immer vielleicht), bis hin zu dem bewussten Öffnen meiner Augen, wie es mit diesem Buch geschehen ist. Schon jetzt bin ich gespannt, was mich durch sie als nächstes erwartet.