N.H. Kleinbaum – Dead Poets Society

Gepostet am Aktualisiert am

dead poets societyInhalt: Todd Anderson and his friends at Welton Academy can hardly believe how different life is since their new English professor, the flamboyant John Keating, has challenged them to „make your lives extraordinary!“ Inspired by Keating, the boys resurrect the Dead Poets Society – a secret club where, free from the constraints and expectations of schools and paretns, they let their passions run wild. As Keating turns the boys on to the great words of Byron, Shelley and Keats, they discover not only the beauty of language, but the importance of making each moment count. But the Dead Poets Pledges soon realize that their new-found freeedom can have tragic consequences. Can the club and the individuality it inspires survive the pressure from authorities determined to destroy their dreams?

Amhranai meint: Ich bin ganz zufällig über dieses Buch gestolpert, als keiner meiner Englischschüler erschien und ich eine ungeplante Freistunde hatte, die ich aber dennoch in dem mir zugeteilten Klassenraum verbringen wollte. Auf der Suche nach einer Freizeitlektüre (das war noch vor meinem Kindle 😉 ) stieß ich auf die Dead Poets Society, ein Name, der mir durch den Film mit Robin Williams ein Begriff war. Was ich NICHT wusste, war, dass das Buch nach Vorlage des Films geschrieben worden war und nicht andersherum! So kann man auch auf dem Titel lesen „Based on the motion picture written by Tom Schulman“, was ich zunächst für einen Druckfehler hielt. Eine kurze Google-Runde später war ich dann schlauer. Das erklärt auch das Titelbild mit Robin Williams.

Nun aber zum Inhalt. Ich begann also, dieses Buch zu lesen, und tat mich am Anfang noch etwas schwer mit der Situation, in der diese jungen Herren da steckten. In diesem Internat, das Zucht und Ordnung verlangt, wo kaum Platz für Individualität bleibt, muss man sich aber zwangsläufig unwohl und gefangen fühlen, so dass ich schnell Zuneigung zu den Hauptfiguren entwickelte und von da an direkt in die Handlung eintauchte. Die Entdeckung, wie wunderbar die Literatur und auch die Sprache sein kann, welche Gefühle und Empfindungen sie auslösen können und wozu sie einen Menschen befähigen, ist eine unheimlich schöne, die auch mich noch nachträglich zum Grübeln gebracht hat. Es war ein wunderbares Abenteuer, die jungen Menschen, die ihre ersten Schritte in der (vermeintlichen) Freiheit tun, zu beobachten und zu erleben, wie die gesprochene Literatur das Höchste aller Güter für sie war.

Das Buch bietet Parallelen zu mehreren Geschichten, mit denen ich mich schon vorher beschäftigt habe. Ein Vergleich ist der Film „Mona Lisa Smile“ mit der großartigen Julia Roberts, wo es auch darum geht, sich von den Zwängen der Ausbildung und der Gesellschaft zu befreien, um selbst zu entscheiden, was wirklich zählt. Auch fand ich darin das Buch „In Frühlingsnächten“ von Jetta Carleton wieder, das ich hier bereits vor einiger Zeit rezensiert habe. Der Gedanke ist also nicht einzigartig, aber dennoch ist er auf eine einzigartige Weise ergriffen umgesetzt worden. Im Film und danach auch im Buch. Eine relativ kurzweilige Lektüre, die sich aber auf jeden Fall lohnt und dazu einlädt, sich öfter einmal von der Literatur verschlingen zu lassen.

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