Stephen Chbosky – The perks of being a wallflower

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the-perks-of-being-a-wallflower.jpg w=278&h=425  Inhalt: Charlie ist ein zurückgezogen lebender Junge, der auf seine sehr intelligente Weise die Menschen um sich herum beobachtet, aber nie wirklich ein Teil ihrer Gemeinschaft sein wird. Sein Dasein als Mauerblümchen scheint langsam ein Ende zu nehmen, als er den älteren Patrick und seine hübsche Freundin Sam kennenlernt, in die er sich prompt verliebt. Mit den beiden findet er Schritt für Schritt heraus, was es heißt, zu leben, anstatt immer nur am Rande zu stehen und anderen dabei zuzuschauen. Doch kann diese Freundschaft nicht auf Dauer existieren, da seine Gefühle für Sam immer stärker werden. Wird er sich ihr offenbaren und einen Versuch wagen, das Leben zu führen, von dem er so lange geträumt hat?

Amhranai meint: Das klassische Thema des Außenseiters, der versucht , sich in die Gesellschaft zu integrieren, wird in diesem Buch von einem anderen Ausgangspunkt angegangen als das in vielen anderen Büchern der Fall war. Ich war gespannt auf Charlie und seine Geschichte, die Gründe dafür, warum er so „socially awkward“ ist, wie er schon auf dem Buchrücken beschrieben wird. Dieses Buch, das überraschenderweise schon fast 15 Jahre alt ist, zeigt auf seltsam berührende Weise das Leben eines Jungen, der nicht das tut, was er wirklich will, weil er sich selbst daran hindert. Längst vergangene Ereignisse haben ihn geprägt und zu dem Wesen verkümmern lassen, was er zum Zeitpunkt der Erzählung ist.

Die Begegnung mit Sam und Patrick tut ihm sichtlich gut, und obwohl die beiden ein paar Jahre älter sind als er, führen sie ihn in ihre aufregende und lebendige Welt ein. Dass er sich in Sam verliebt, ist eigentlich von vornherein klar und führt zu einem vorhersehbaren dramatischen Höhepunkt. Das war mir ein bisschen zu einfach,obwohl sehr schön Charlie’s verzwickte Lage beschrieben wird, und seine Gefühle so greifbar gemacht werden, als wäre man direkt in seinem Kopf.

Wieder einmal hat mich ein englisches Buch ziemlich berührt und mich den größten Teil der Zeit tatsächlich vergessen lassen, dass er nicht in meiner Muttersprache verfasst ist. Früher war ich immer der festen Überzeugung, dass ich immer einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Sprachen spüren würde und niemals vergessen könnte, wo ich mich gerade befinde. Ein Abend mit Musikerfreunden, von denen zwei kanadisch sind und dementsprechend kein Deutsch sprechen, an dem eine Freundin sowohl mit den Kanadiern als auch schließlich mit uns in „Privatgesprächen“ im Englischen geblieben ist und trotz ein paar Wortschwierigkeiten völlig verpeilt hat, dass sie gewissermaßen in der „falschen Sprache“ mit uns spricht, fiel mir dazu immer als Beispiel ein, über das ich herzhaft lachen musste. Doch ich fürchte, ich bin genauso… 😉 Langer Rede kurzer Sinn also: ein sehr schönes Buch, das vielleicht nicht die größten Überraschungen bereithält, aber doch mit ein paar Dingen aufwartet, die die Geschichte erfrischend neu machen.

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