Monat: Juli 2012

[Song of the Week] Stefan Gwildis – Spiel das Lied in dir

Gepostet am

Endlich habe ich mal wieder eine Songempfehlung für euch. Und endlich widme ich mich mal wieder der deutschsprachigen Musik, die mir immer ein Stückchen mehr am Herzen liegt – vielleicht sollte ich meine Songvorschläge mal dementsprechend abwandeln. Bis ich mich dahingehend entschieden habe, kommt hier aber erstmal der aktuelle Song, der nur nach einem einzigen Kriterium ausgewählt, nämlich dem, dass ich ihn sehr gerne mag und gerne teilen möchte.

Stefan Gwildis ist ein toller Musiker aus Hamburg, der sich auf deutsche Musik spezialisiert hat. Seine Stimme ist unverwechselbar und hat das gewisse rauchige Extra, das er in seinen Songs auch passend einzusetzen weiß. In seinen mittlerweile neun Alben findet sich eine Vielfalt von Songs, die kaum Wünsche offen lässt. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf Originalsongs, sondern wandelt auch hin und wieder einen englischen Song in eine ganz eigene, deutsche Version um. Ein Beispiel wäre hier der Klassiker „Ain’t no Sunshine“ von Bill Withers, den Gwildis als „Allem Anschein“ interpretiert. (Diese Version wurde übrigens wiederum auch von der großartigen Regy Clasen gecovert und im Rahmen des Big Soul Konzertes im Mai 2010 gesungen)

Der Song, den ich hier vorstellen möchte, entspringt der Feder Gwildis‘ und nennt sich „Spiel das Lied in dir“. Ein Titel, der von vornherein die Fantasie anregt und gleichzeitig schon einen recht präzisen Ausblick darauf gibt, was denn nun folgen könnte. Tatsächlich geht es darum, das Lied, das jeder von uns in sich trägt, einfach aufzudrehen und rauszulassen. Lass den Stress dieser Welt los, denk nicht groß nach, sondern tanz der Welt mit deinem eigenen, ganz persönlichen Lied entgegen. Ich mag die Botschaft sehr, die dieser Song übermittelt – nicht nur verbessert er automatisch meine Laune, sondern verstärkt auch den Gedanken, dass man tatsächlich eine Art eigenes Lied in sich trägt, eine Weise, nach der man funktioniert, die einen zum Leuchten bringt. Aber bevor ich weiter in philosophische Gedanken versinke, hier das Lied für euch. Viel Spaß damit!

Advertisements

31 Tage 31 Bücher – Tag 3

Gepostet am

Nachdem die ersten beiden Tage ja Selbstläufer waren, kommt nun das erste Mal eine Aufgabe, wo ich selber eine Wertung vornehmen musste, um mich dann bewusst für ein bestimmtes Buch zu entscheiden. Diese Aufgabe lautet heute

3. Dein Lieblingsbuch

Eine Auswahl von Büchern zu treffen, die ich gerne lese, fällt mir nicht sonderlich schwer. Darunter dann eine Rangfolge zu erstellen, wird schon knifflig. Und dann auch noch eine Nummer 1 herauszufiltern, ist praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch blieb mir ja nicht viel anderes übrig, als eben diese drei Schritte zu vollziehen. Und auf Platz Eins gelandet (vermutlich hängt das auch von meinem Befinden ab, morgen kann das schon wieder anders aussehen) ist heute und bei dieser Aufgabe Barbara Erskine mit ihrem historischen Roman Der Fluch von Belheddon Hall. Ich habe dieses Buch bereits im Rahmen dieses Blogs rezensiert, weshalb ich ja nun nicht erneut den gesamten Inhalt und meine Wertung erneut aufdröseln muss. Aber eine Erklärung ist doch definitiv fällig, warum es nun dieses Buch geworden ist und kein Anderes.

Barbara Erskine war lange Zeit eine mir unbekannte Autorin, erst nach einem literarischen Tipp habe ich mich ihr zugewandt und den Fluch von Belheddon Hall als erstes Buch von ihr gekauft. Schon nach wenigen Seiten, ja nach wenigen Worten war mir klar, dass dies ein großartiges Buch werden würde. Der Schreibstil von Erskine fesselte mich von der ersten Sekunde an, ich fühlte mich den Charakteren und insbesondere der Protagonistin Joss verbunden und konnte mir auch die Landschaft, in der die Geschichte spielte, sehr gut vorstellen. Vor meinem geistigen Auge lief praktisch die ganze Zeit ein kleiner Film entlang, der mich in dieser Umgebung zeigte, inmitten all der Geschehnisse, die die Familie Grant auf so viele harte Proben stellen. Auch wenn das Buch relativ dick ist, verliert es doch nichts von seiner Spannung, ganz im Gegenteil – bis zum Ende bleibt unklar, wie es ausgehen könnte und was letztlich der Kern hinter all den schrecklichen Vorkommnissen war. Auch die Einbindung von Zaubern (bspw. Schutzzauber o.Ä.), der ich für gewöhnlich sehr skeptisch gegenüberstehe und die mir auch in einem ansatzweise ähnlichen Buch sauer aufgestoßen ist, fügte sich perfekt in das Ganze ein. Insgesamt ist dieses Buch einfach ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

31 Tage 31 Bücher – Tag 2

Gepostet am

Und hier ist er, der Artikel zum zweiten Tag. Das heutige Thema lautet

2. Das Buch, das du als nächstes liest/ lesen willst

Da fällt mir die Auswahl überhaupt nicht schwer, denn besagtes Buch liegt schon seit ein paar Tagen direkt vor meiner Nase und schreit „Lies mich! Lies mich endlich!“ Es handelt sich dabei um das dritte Buch aus der Trilogie von Stieg Larsson, Vergebung. Verblendung und Verdammnis habe ich jeweils innerhalb weniger Tage verschlungen (wobei ich zugeben muss, dass ich bei Verblendung zwei Anläufe gebraucht habe! Irgendwie hat mich das Buch am Anfang nicht so gefesselt und ich fand es schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Aber sobald ich drin war, wollte ich nicht wieder raus..) und habe mir letzte Woche, noch während ich bei der Lektüre des zweiten Buches war, schon gleich das dritte in der Buchhandlung meines Vertrauens besorgt. Die Geschichte um Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander lässt keine Wünsche offen und bietet in erster Linie SpannungSpannungSpannung. Wer sich entspannt zurücklehnen will,um etwas Seichtes zu genießen, ist hier völlig falsch und sollte sich lieber ein Märchenbuch oder auch Chicklit aus dem Regal nehmen.

Was im dritten Band passiert, weiß ich leider noch nicht, bisher habe ich mich noch nicht getraut, auf die Rückseite des Bandes zu schauen. Um die Spannung zu erhalten,werde ich das auch weiterhin nicht tun! Wer neugierig ist, darf selber bei Amazon gucken. Aber nichts verraten!! 😉

John Katzenbach – Der Fotograf

Gepostet am Aktualisiert am

Inhalt: Der psychopathische Fotograf Doug Jeffers hat eine ganze Zeit allein „gearbeitet“, doch nun steht ihm der Sinn nach etwas Neuem. Er entführt die Studentin Anne Hampton, angehende Journalistin, und zwingt sie mit Gewalt dazu, in Zukunft alle seine Pläne und seine schaurigen Gedanken niederzuschreiben. Wenn sie sich widersetzt, hat sie keine Chance mehr, lebendig aus der Sache herauszukommen. Ständig ist die Hoffnung da, dass Jeffers sich selbst verrät oder auffliegt, doch langsam schwinden alle Gedanken an eine mögliche Flucht, an ein eventuelles Entkommen aus dieser grausamen Situation.

Amhranai meint: Von Katzenbach war ich bis jetzt restlos begeistert, so dass ich mich auch mit viel Motivation an dieses Buch von ihm gesetzt habe. Oft brauchen Bücher ein paar Seiten, bis sie mich von sich überzeugt haben – so war es auch hier. Nur dass es statt der paar Seiten einige hundert benötigte, bevor ich zum ersten Mal interessiert eine Augenbraue hob. Um sie schnell wieder sinken zu lassen. Zwar hat Katzenbach sich auch hier bemüht, einen psychopathischen Serienkiller zu erschaffen, doch misslingt ihm meiner Meinung nach die Platzierung in der Umwelt. Ist die Rahmengeschichte vielleicht noch gut überlegt und auch stellenweise ganz gut umgesetzt, so dass in unregelmäßigen Abständen so etwas wie Spannung aufkommt, verliert sich Katzenbach zu oft in Details und ausführlichen Gesprächen zwischen seinem Protagonisten Doug und der Studentin Anne, die dadurch das Interesse deutlich schwinden lassen.

Es passiert verhältnismäßig wenig auf diesen knapp 700 Seiten und das, was dann tatsächlich mal passiert, ist nicht mal ansatzweise auf dem Spannungsniveau, das ich von Katzenbach kenne. Normalerweise lege ich seine Thriller nur dann aus den Händen, wenn es wirklich nicht anders geht, doch hier musste ich mich fast schon zwingen, es in den Händen zu behalten. Schade! Doch die vermeintliche Tiefe des mordenden Protagonisten ist mir deutlich zu unscharf, dazu kommt noch die schleppende Entwicklung der Story. Insgesamt für mich einer der Flops in diesem Jahr. Wer sich auch mal von Katzenbach infizieren lassen will, sollte sich beispielsweise auf das Opfer verlegen. Auch der Patient oder die Anstalt sind zu empfehlen, aber zu diesem Buch würde ich wirklich keinem raten, der einen spannenden und überzeugenden Psychothriller sucht.

31 Tage 31 Bücher – Tag 1

Gepostet am

Und hier ist er auch schon, der erste Tag der Aktion. Ich komme mal ohne viel Drumherumgerede gleich zur Sache – das Thema lautet

1. Das Buch, das du zur Zeit liest

Momentan lese ich „Der Club der unsichtbaren Gelehrten“ von Terry Pratchett. Der Fantasyroman entstammt Pratchetts berühmter Scheibenweltserie und beschäftigt sich mit den Mitgliedern der unsichtbaren Universität, die beim Durchforsten alter Traditionen auf einen schrecklichen Fakt stoßen – um weiterhin einen bestimmten Fond einer ihrer Ahnen ausgezahlt zu bekommen, müssen sie regelmäßig an einem Fußballspiel teilnehmen und dafür dementsprechend natürlich auch eine Mannschaft stellen. Der Sieg ist keine Voraussetzung, hauptsache, sie nehmen teil. Keiner der Zauberer ist begeistert, da sie an alte Fußballspiele ganz böse Erinnerungen haben, die unter Anderem an schwere körperliche Verletzungen anlehnen. Doch es hilft ja alles nichts, sie brauchen das Geld, wenn sie sich nicht mit 3 Mahlzeiten pro Tag zufrieden geben wollen (was völlig inakzeptabel ist, 9 sind das Maß der Dinge!) und auch weiterhin mehr als drei Käsesorten zur Auswahl wünschen. Murrend und fluchend werden die nötigen Vorbereitungen getroffen.

Ich bin leider noch nicht sehr weit in dem Buch gekommen,so dass ich den Inhalt überwiegend vom Rücken des Buches und der ersten 30 Seiten zusammenkratzen musste. Dennoch bin ich schon sehr gespannt, wie es weitergeht und ob die Zauberer der unsichtbaren Universität womöglich noch ein Fußballspiel gewinnen! Brauchte ich am Anfang noch wieder eine gewisse Zeit, um mich in Pratchetts Schreibstil hineinzuversetzen, bin ich jetzt wieder mitten in der Geschichte und kann mich auch wieder des tollen Humors erfreuen. Pratchett schafft es in seinen Büchern immer wieder, die Gegenwart (oder auch historische Ereignisse) zu parodieren und auf amüsante Art und Weise zu verzerren, so dass selten ein Auge trocken bleibt. Seine Charaktere sind mit so viel Liebe zum Detail geschaffen und insbesondere der tollpatschige Zauberer Rincewind hat sich längst den Weg in mein Herz gebahnt. Für jeden, der noch nie ein Buch von der Scheibenwelt gelesen hat, darf dieser Post gerne eine Aufforderung oder zumindest einen Anstoß darstellen, der Scheibenwelt eine Chance zu geben. Es lohnt sich absolut, in die Welt einzutauchen!

[Aktion] 31 Tage – 31 Bücher

Gepostet am

Pünktlich zum Monatsbeginn habe ich mich entschlossen, an einer Aktion teilzunehmen, die ich bei Sema gefunden habe. Wie auch irgendwie schon aus dem Titel ersichtlich wird, geht es prinzipiell darum, in 31 Tagen 31 Aufgaben zu Büchern zu bearbeiten, ähnlich der 30 Days Song Challenge, die ich im letzten Jahr auf meinem anderen Blog bearbeitet habe. Nur eben mit Büchern das Ganze. 🙂

Es kann sein, dass ich die letzten 4 Einträge mit ein paar Tagen Pause veröffentlichen werde, da ich Ende Juli in Urlaub fahre und eigentlich nicht vorhatte, überhaupt Zeit am PC zu verbringen, aber das ist ja noch lange hin – insofern geht es jetzt erstmal los. Dieser Post dient nur als Einführung, im Laufe des Tages folgt dann der erste „richtige“ Post. Vorab aber noch die Aufgaben, die für die unterschiedlichen Tage anstehen!

1. Das Buch, das du zur Zeit liest
2. Das Buch, das du als nächstes liest/ lesen willst
3. Dein Lieblingsbuch
4. Dein Hassbuch
5. Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
6. Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
7. Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
8. Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
9. Das erste Buch, das du je gelesen hast
10. Ein Buch von deinem Lieblingsautor/ von deiner Lieblingsautorin
11. Ein Buch, das du einmal geliebt hast, aber jetzt hasst
12. Ein Buch, das du von Freunden, Bekannten etc. empfohlen bekommen hast
13. Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
14. Ein Buch aus deiner Kindheit
15. Das vierte Buch aus deinem Regal von links
16. Das neunte Buch aus deinem Regal von rechts
17. Augen zu und irgendein Buch aus deinem Regal nehmen
18. Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
19. Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
20. Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
21. Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
22. Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
23. Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
24. Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, das du es liest/ gelesen hat
25. Ein Buch, bei dem dich die Hauptperson ziemlich gut beschreibt
26. Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
27. Ein Buch, dessen Hauptfigur dein “Ideal” ist
28. Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
29. Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
30. Das Buch, das du zur Zeit liest
31. Das Buch, das du als nächstes liest/ lesen willst