Barbara Michaels – Dem Zauber verfallen

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Inhalt: Die Volkskunst-Studentin Rachel Grant arbeitet aushilfsweise in einem Laden, der sich auf den Verkauf von sehr alten Kleidungsstücken, Decken und Ähnlichem spezialisiert hat. Die Begegnung mit einem ihr unheimlichen Mann, der den Laden übereilt verlässt und dabei einen mysteriösen Müllsack auf der Veranda zurücklässt, verändert ihr Leben deutlich stärker,als sie das angenommen hätte – nachdem er nachts versucht, bei ihr einzubrechen, um diesen Sack zurückzuholen, quartiert sie sich vorläufig bei ihrer Chefin ein, um ihm nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Dort lernt sie mehr über die Quilts (eine Deckenart, die schon im Mittelalter hergestellt wurde), die in besagtem Müllsack entdeckt wurden, und begibt sich und auch ihre Freunde gleichzeitig in Lebensgefahr, denn einer der Quilts birgt ein dunkles Geheimnis…

 

Amhranai meint: Dieses Buch stand eigentlich nicht auf meiner Leseliste, aber da ich es empfohlen bekomme habe und hier ebenso Bezüge zur Vergangenheit geschaffen sind wie bei Romanen von bspw. Barbara Erskine (die ich ja sehr gerne lese), habe ich dem Buch eine Chance gegeben. Nachdem ich zunächst nicht wirklich angetan davon war, da ich die Beschreibungen von Rachels Leben in der Gegenwart und den Problemen, mit denen sie sich herumplagen muss, als eher langweilig empfand und gespannt auf die ersten Einschnitte aus der Vergangenheit gewartet habe (die sehr sporadisch in Form von Rückblenden eingeführt werden), wird es zwischenzeitlich besser. Die Rückblenden und die Geschehnisse in der Jetztzeit scheinen tatsächlich sinnvoll zusammenzuhängen und es setzen sich erste Lösungsvorschläge in meinem Kopf fest. Für lange Zeit geht es dann aber nicht wirklich weiter, stattdessen verstricken sich die Charaktere in -in meinen Augen – überflüssige Aktionen und ziehen damit die Geschichte unnötigerweise in die Länge. Mit einem Mal ist dann aber plötzlich die Lösung da und alle leben glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Nicht nur hat mich das plötzliche Ende negativ überrascht, da es für mich in keinerlei Verhältnis zu der Entwicklung der Geschichte stand, auch hat mich die Ausgestaltung der Geschichte insgesamt nicht überzeugt. Sie beginnt sehr realitätsnah, geht dann aber rasch und vor allem nahtlos in die Gewissheit über, dass Hexerei auch heute noch weit verbreitet ist und ein bestehender Hexenclan zu der Machart des mysteriösen Quilts befragt werden könnte, da dieser Quilt offenbar mit einer Art Zauber belegt wurde. Mit der Magie, die eigentlich viel sorgfältiger in das Buch eingearbeitet hätte werden sollen, wird sorglos umgegangen, was für mich den Anreiz zerstört hat, dieses Buch gespannt weiterzulesen. Tatsächlich wollte ich am Ende bloß noch wissen, ob ich denn mit meiner Theorie Recht hatte, was ich ja innerhalb von ein paar Seiten überprüfen konnte. Zwar hat Michaels am Ende noch einen winzigen Dreher eingebaut, der die Spannung wohl noch länger aufrechterhalten und für eine Überraschung sorgen soll, doch nach zwei Sekunden ist der Effekt dahin. Ich war so enttäuscht von dem schnellen Ende, dass ich auch den Ausgang nicht mehr wirklich würdigen konnte. Auch der historische Aspekt des Buches ist völlig untergegangen, so dass ich leider sagen muss, dass die Geschichte um Rachel und diesen Quilt in keinster Weise meine Erwartungen erfüllt hat. Bis jetzt das schlechteste Buch,das ich in diesem Jahr gelesen habe.

(Ich spiele mit dem Gedanken, auch auf meinem Blog Wertungen in Form von Sternen oder Ähnlichem vorzunehmen. Kann mir jemand sagen,wie ich das mache, gibt es dafür vielleicht eine Extrafunktion?)

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