H.G.Wells – The Time Machine

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Inhalt: The Time Machine von H.G.Wells ist eine Erzählung, die sich einem Phänomen beschäftigt, was schon oft medial verarbeitet wurde – das Reisen durch die Zeit. Der Erzähler, der nur „The Time Traveller“ genannt wird, schafft es, mit einer selbst gebauten Maschine durch die Zeit in die ferne Zukunft zu reisen und entdeckt dort völlig neue Seiten der Menschheit. Glaubt er zunächst noch daran, dass ihn dort technisch fortgeschrittene Wesen erwarten, die ihm, was Wissen und Entwicklung angeht, weit voraus sind, so wird er eines Besseren belehrt, als er die Eloi trifft. Diese sind ein Volk von zauberhaften Wesen, die nichts mit dem gemein zu haben scheinen, was wir heute unter Menschheit verstehen. Gleichzeitig wird er aber auch mit den Schattenseiten des Menschseins, verkörpert durch die Yeti-ähnlichen Morlocks konfrontiert. Im entscheidenden Moment, als er aus der Zukunft wieder in die Gegenwart flüchten will, ist seine Zeitmaschine verschwunden.

 

Amhranai meint: Mein Leseverhalten bei diesem Buch war sehr stark davon geprägt, dass ich den Film dazu gesehen habe, der von 1960 stammt und somit zwar rund 65 Jahre jünger ist als seine literarische Vorlage, aber dennoch mittlerweile zu den Oldies zählt. Da ich durch den Film schon bestimmte Bilder im Kopf hatte – nicht nur,was das Aussehen der Eloi und der Morlocks angeht, sondern auch die gesamte Gestaltung der Welt, in der sie leben, konnte meine Fantasie sich hier nicht richtig entfalten. Dies lag zum Teil aber auch an den langatmigen Beschreibungen, die der Erzähler hier einfließen lässt.

Der Großteil der Geschichte besteht daraus, dass der Zeitreisende (The Time Traveller) einigen Bekannten erzählt, was geschehen ist, als er die Reise in die Zukunft gewagt hat. Die Erzählung wirkt jedoch überwiegend nicht wie eine solche, sondern mehr wie eine vorbereitete Rede, was angesichts der Tatsache, dass er soeben knapp dem Tode entronnen ist und mit letzter Kraft nach Hause gekommen ist, ein wenig unglaubwürdig scheint. Selbstverständlich erleichtert es das Leseverständnis, wenn der Inhalt am Stück dargestellt wird, doch damit wirkt es für mich nicht mehr so, wie es eigentlich gedacht war, nämlich als Erzählung eines Mannes, der das Unfassbare erlebt hat. Insbesondere die Details, die er schildert und die Genauigkeit, mit der er die faszinierenden Wesen beschreibt und analysiert, denen er begegnet ist, bestärken den Eindruck. Dennoch ist es eine beeindruckende Schilderung einer Welt, die wir nicht kennen und die wir wohl auch nicht kennen lernen. Wells vereint sowohl gute als auch negative Eigenschaften der Menschen in den Wesen, die der Zeitreisende trifft – die Eloi genießen jeden Tag und kennen weder Hierarchie noch Machtkämpfe, Streit und Ärger, während die grauenvollen Morlocks das genaue Gegenteil verkörpern. Die Ausgefeiltheit, mit der das Buch verfasst wurde, ist beeindruckend, zweifellos.

In vielen Punkten bin ich versucht, etwas zu schildern, was zwar im Film dargestellt wurde, aber so nicht im Buch vorkam, da es schwer ist, dort eine genaue Grenze zu ziehen. Müsste ich Buch und Film einem direkten Vergleich unterziehen und eine Rangfolge vergeben,w ürde ich den Film präferieren – insbesondere durch den bereits erwähnten Verlust an Glaubwürdigkeit. Schade eigentlich, von dem Buch hatte ich mir mehr erwartet. Aber vielleicht liegt dies auch daran, dass ich schon voreingenommen war und der niedergeschriebenen Geschichte nicht mehr völlig frei begegnen konnte.

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2 Kommentare zu „H.G.Wells – The Time Machine

    Michael sagte:
    März 2, 2012 um 11:00 pm

    Wie der Vater so der Sohn.

      amhránaí geantwortet:
      März 10, 2012 um 11:48 am

      Wen meinst du jetzt? 😉

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