Terry Pratchett & Neil Gaiman – Good Omens

Gepostet am Aktualisiert am

Inhalt:

Nun ist es wirklich soweit – die Apokalypse steht in den Startlöchern, um alles auf der Welt zu vernichten. Und das schon ziemlich bald – am kommenden Samstag wird es soweit sein. Dies passt den beiden übermenschlichen Abgesandten Crowley und Aziraphale überhaupt nicht, denn schließlich haben sie sich nach den ersten paar tausend Jahren gerade erst richtig eingelebt und würden gerne noch eine Weile auf der Erde verbleiben. Damit diese nicht vorzeitig zerstört wird, müssen sie ihre Barrieren überwinden und zusammen arbeiten (was sie ohnehin schon seit vielen hundert Jahren tun, was bleibt einem auch übrig, wenn alle anderen um einen herum sterben, während man selbst für immer hier festsitzt), um den vor ein paar Jahren geborenen Antichristen (den Sohn von Satan) davor zu bewahren, seine Fähigkeiten zu entfalten und tatsächlich das Ende der Welt herbeizuführen. Der höllische Plan von Satan scheint perfekt: sein Sohn wird unmittelbar nach der Geburt mit dem neugeborenen Sohn eines amerikanischen Diplomaten (und seiner Frau 😉 ) ausgetauscht, so dass es in hoher Position aufwachsen kann und an einem geeigneten Zeitpunkt zuschlagen kann. Der Dämon Crowley und der frühere Engel Aziraphale wissen von dem Plan und sind daher auch darüber im Bilde, wen sie im Auge behalten müssen. Dumm nur, dass dies nicht die einzige Tauschaktion im Krankenhaus gewesen ist und alles etwas anders läuft, als sie sich das gedacht haben. Am Ende kommt es zu dem großen Kampf zwischen Gut und Böse.

Amhranai meint:

Schon eine auf dem Cover aufgedruckte Meinung trifft den Kern des Buches ganz genau – „The Apocalypse has never been funnier“, zu Deutsch: „Die Apokalypse war nie lustiger“. Das Buch, gemeinsam geschrieben von zwei der größten Fantasy-Autoren unserer Zeit, ist eine Sammlung von Geschehnissen, die dem Leser die Tränen in die Augen treiben – allerdings vor Lachen, nicht aus Traurigkeit über das Ende der Welt. Das steht wirklich erst am Ende des Buches bevor, zuvor geschehen allerdings schon eine Reihe merkwürdiger Ereignisse, die dem Leser manchmal unzusammenhängend erscheinen und in Anwesenheit immer wechselnder Personen passieren, so dass man kurzfristig den Überblick verlieren kann. Die Storyline jedoch hangelt sich immer an dem Dämon Anthony Crowley (benannt nach Aleister Crowley, bekannt als „the wickedest man in the world“) und dem Engel Aziraphale entlang und kann somit gut nachvollzogen werden. Ergänzt wird diese auch durch Blicke auf den Antichristen, der irgendwie nicht da ist, wo man ihn vermutet, und auf die Hexe Anathema Device, die gemeinsam mit einem Hexenjäger versucht, die Prophezeiungen zu rekonstruieren, die ihre Ahnin Agnes Nutter einst über das Ende der Welt gemacht hat. Diese Prophezeiungen sind die einzigen, die absolut immer zutreffend sind und können somit die Apokalypse verhindern. Wenn das Buch, das sie enthält, nicht abhanden gekommen wäre….

Allein der Inhalt des Buches, grob beschrieben, reicht für die ersten Lacher. Wenn man sich jedoch wirklich hinsetzt und dieses Buch liest, ist es schwierig, eine ernste Miene zu behalten. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Charaktere und die verrückten Geschehnisse beschrieben werden, mag im ersten Moment noch absurd erscheinen, fügt sich dann aber perfekt in die Art und Weise des Buches ein. Zwar nimmt die Komik gegen Ende ab und entwickelt sich zeitweise zu einem „normal lustigen“ Buch, insgesamt jedoch ist dies ein fantastisches Buch, das uns in das einführt, was uns Ende des Jahres ja allen bevorsteht. 21.12.2012 und so. 😉

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